Werbung mit viel Spaß für eine ernste Sache

Strahlrohr-Fußballturnier als Höhepunkt beim Jugendfeuerwehrtag - Dessen Ziel ist auch die Mitgliederwerbung

Von Sabine Süß (PNP)

Regen. Der Falterparkplatz schwimmt. Jugendfeuerwehrmitglieder aus dem ganzen Landkreis haben ihn am Samstagnachmittag unter Wasser gesetzt: Beim „Tag der Jugendfeuerwehr“ traten sie bei einem ganz besonders nassen Fußballturnier an. Jede Menge Spaß machte den knapp 200 Teilnehmern der Wettbewerb. Und auch sonst hatten die Organisatoren ein buntes Programm aufgestellt.
Der Blick von oben, aus dem Krankorb der Zimmerei Schiller, zeigt erst einmal ein unglaubliches Gewirr an weißen Schläuchen, dazwischen blau und orange gekleidete Jugendfeuerwehrmitglieder – und jede Menge Wasser. Auf zwei Spielfeldern treten jeweils sieben Spieler gegeneinander an. Mit Hilfe des Wasserstrahls muss ein Fußball ins gegnerische Tor getrieben werden.Gar nicht so leicht: Die Kicker müssen den Ball schon genau treffen, damit er auch in die gewünschte Richtung rollt. Und die Gegner spritzen natürlich eifrig dagegen – ab und zu auch mal auf ihre Mitspieler oder die Zuschauer, so dass oft nicht nur die Mannschaften tropfnass dastehen. „Bei so einem Wetter ist das Nassmachen natürlich das Schönste“, meint Dominik Steinbauer vom Team der JF Ruhmannsfelden, als er klitschnass vom Feld zurückkommt.
28 Mannschaften traten gegeneinander an, moderiert von Kreisbrandmeister Hans Richter im Taucheranzug. Im Finale standen sich dann Arnetsried/Oberzwieselau und Ruhmannsfelden gegenüber. Die Spielgemeinschaft machte das Rennen. Und Daniel Stadler, Marco Kapala, Christian Schrödinger, Teresa Stadler, Sebastian Schmid, Maximilian Sempert und Dominik Weghofer ließen die Zuschauer an ihrer Freude über den Sieg teilhaben - mit einer Abkühlung aus dem Wasserschlauch. Auf Platz 3 landeten die Kaikenrieder. Mit dabei war auch eine Mannschaft aus Österreich, von der Jugendfeuerwehr Untermitterdorf in Kärnten.
Bereits zum zweiten Mal hatte der Kreisfeuerwehrverband Regen diesen „Tag der Jugendfeuerwehr“ ausgerichtet. „Unser Ziel ist, dass die Jugendfeuerwehren sich untereinander besser kennenlernen“, erklärt Kreisbrandrat Hermann Keilhofer. „Und die Jugendfeuerwehren sollten diesen Tag auch für die Mitgliederwerbung nutzen“, erzählt Jürgen Obermeier vom Kreisfeuerwehrverband.
Auf dem Falterparkplatz war übrigens noch viel mehr geboten: Sonderfahrzeuge von Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis waren hier ausgestellt, die neue Drehleiter der Feuerwehr Regen, der Einsatzleiterwagen und der Gerätewagen Gefahrgut aus Zwiesel, das TLF 20/40 der Feuerwehr Viechtach. Auch die THW-Jugend und der THW-Zug waren vertreten. Sie hatten einen Turm für die Trinkwasserversorgung aufgebaut – und zur Freude der Jugendlichen in eine Dusche mit Planschbecken umfunktioniert. Auch mancher Erwachsene nutzte dieses Angebot: So versenkte unter viel Gelächter und Beifall Regens Jugendwart Michael Mühlehner die stellvertretende Kreisjugendwartin Kathrin Schreiner im Becken.
Die Bereitschaftsjugend des BRK Regen stellte sich nicht nur vor, sondern hatte auch aktiven Anteil an der großen Schauübung. Marcel König, Jeanne-Sophie Voigtmann und Daniel Eisenreich mimten die Verletzten – perfekt geschminkt von Monika Hof. Im Auto eingeklemmt waren die drei nach einem Unfall. Die Feuerwehr Bodenmais befreite die Verletzten, das BRK versorgte sie.
Wer das Geschehen auf dem Parkplatz mal von oben betrachten wollte, konnte das vom Krankorb aus tun oder am Kletterturm des Kreisjugendrings nach oben klettern – abgesichert von Helena Edenhofer und Thomas Vöst. Dass Cocktails auch ohne Alkohol schmecken, zeigten Christina Eiter, Sonja Graßl und Florian Schiller am Stand des Vereins Böhmwind mit erfrischendem Früchtetraum oder Piña Colada.
Von gut 400 Besuchern spricht Jürgen Obermeier, und auch Kreisjugendwart Johann Hutter ist zufrieden: „Der Besuch hat unsere Erwartungen übertroffen. Auch wenn es noch mehr sein könnten.“ Kreisbrandrat Hermann Keilhofer freute sich ebenfalls, dass auch der zweite „Tag der Jugendfeuerwehr“ so gut angekommen war. Nun soll er regelmäßig alle vier Jahre veranstaltet werden.

Fahrzeugausstellung
die Schiedsricher KBM Bauer und KBM Märcz
los geht´s
jetzt wird´s aber nass
Tobi voll im Einsatz
Tom beim Elfmeter
Halbfinale gegen Untermitterdorf aus Kärnten (Österreich)
Finale gegen Arnetsried
Finale gegen Arnetsried
endlich wieder trocken